Der Alltag


Unsere Gestaltung des Alltags

Die Hauptrollle spielt hier der Rhythmus, die Regelmäßigkeit (z.B. „Maltag“, „Backtag“ etc.). Die Wiederkehr des Vertrauten gibt dem Kind Sicherheit und Geborgenheit und hilft ihm, sich auch über längere Zeiträume zu orientieren.
Zu diesem Rhythmus gehören auch die Jahreszeiten und die christlichen Feste wie Ostern, Pfingsten, Johanni und Weihnachten. Auf dem Jahreszeitentisch spiegelt sich das Geschehen wieder.

 

Tagesablauf

Für die seelische Sicherheit, die Entwicklung des Vertrauens und des Selbstbewusstsein des Kindes ist ein geregelter und immer wiederkehrender Tagesablauf von elementarer Bedeutung. Die Kinder werden zwischen 7.30 Uhr und 8.30 Uhr in den Kindergarten gebracht.
Bis 9.30 Uhr findet das Freispiel statt. Hier können sich die Kinder zum gemeinsamen Spiel zusammen finden. Während des Freispiels wird das gemeinsame Frühstück mit den Kindern zubereitet. Anschließend wird mit den Kindern gemeinsam aufgeräumt. Jedes Teil kommt wieder an seinen Platz, damit es am anderen Tag wieder gefunden wird. Nun gehen die Kinder zum Händewaschen; ein Spiel überbrückt die Zeit, bis alle Kinder fertig sind. Der Morgenkreis mit Liedern, Sprüchen und Bewegungselementen rundet die erste Freispielzeit ab. Anschließend gibt es Frühstück. Wenn die Kinder ihr Geschirr abgeräumt haben, geht es hinaus in den Garten.
Um 12.00 Uhr wird wieder aufgeräumt und zum Märchenkreis in den Kindergarten gezogen.
Ab 12.30 Uhr holen die Eltern ihre Kinder ab. Die Über-Mittag-Kinder essen gemeinsam eine warme Mahlzeit. Kinder, die noch einen Mittagsschlaf benötigen, gehen schlafen.
Bevor die Kinder um 16.00 Uhr abgeholt werden, gibt es noch einen kleinen Imbiss.

 

 

Wochen- und Jahreszeitenablauf

Der Wochenablauf ist in unserem Kindergarten immer gleich.
Am Montag ist der Waldtag, Dienstag wird mit Bienenwachs geknetet, am Mittwoch ist Eurythmie, am Donnerstag wird mit Aquarell gemalt und am Freitag ist Backtag, dann backen wir gemeinsam Semmeln.
Auch die Jahresfeste haben bei uns einen besonderen Stellenwert. Es wird Ostern, Pfingsten, und Johanni gefeiert. Das Sommerfest bildet den Abschluss zu den Sommerferien. Im Herbst wird Erntedank und Michaeli gefeiert. Der Martinsumzug ist ein weiterer Höhepunkt unserer Feste. Dann beginnt die Adventszeit mit dem Adventgärtlein und dem Weihnachtsspiel, und nach den Weihnachtsferien das Dreikönigsspiel.

 

 

Wald- und Wandertag

Um den Kindern die Natur nahe zu bringen, gehen sie jeden Montag und bei jedem Wetter in den Wald. Sie lernen in der Gruppe zu wandern und auf andere Kinder Rücksicht zu nehmen. Auf die langsameren muss gewartet werden. Überall gibt es Dinge zu entdecken. Blumen am Wegesrand - wie heißen sie? - Formen der Blätter - zu welchen Bäumen gehören sie? - wie ist die Rinde des Baumes beschaffen? - was kann man damit basteln? Stöcke werden gesammelt und geschnitzt. Es werden Tücher mitgenommen, um im Wald zwischen den Bäumen Häuser zu bauen. Wie schaffe ich es, dass es hält? Wie befestige ich die Tücher? Beim Klettern über und auf Bäumen werden das Gleichgewicht und die Motorik geschult. Es werden Rinden- oder Holzschiffchen gebaut, die dann im Bach schwimmen können. Im Bach bauen die Kinder Dämme aus den unterschiedlichsten Materialien. Ein gemeinsames Picknick rundet den Waldtag ab. Mathematische, statische, räumliche, motorische Lernerfahrungen werden hier vermittelt. Die Sinne werden auf vielfältige Weise angeregt.

 

 

Projekt Schauspiel

Zu Fasching wird das Dornrößchenspiel gespielt, in der Martinszeit wird mit den Kindern im Reigen das Martinsspiel durchgeführt. Die Kinder werden als König, Königin und St. Martin verkleidet. Der Höhepunkt jeden Kindergartenjahres und der Adventszeit ist das Weihnachts- und Dreikönigsspiel. Es wird von den Kindern eingeübt und am letzten Kindergartentag vor den Weihnachtsferien den Eltern vorgeführt. Die Kostüme werden mit den Kindern ausgebessert oder erneuert. Es wird geplant, was alles für das Spiel erforderlich ist. Die Kinder dürfen sich ihre Rollen jeden Tag neu aussuchen. Sie erfahren, dass man mal der König oder auch nur das Schäfchen ist. Nach einiger Zeit können sie dann den Text auch schon mitsprechen. Sie merken genau, wenn ein Kind einen Fehler macht. Die Größeren helfen den Kleinen bei der Durchführung ihrer Rolle. Hier lernen die Kinder eine gute und laute Aussprache, soziale Kompetenz, die Texte werden behalten und schulen das Gedächtnis. Räumliche Wahrnehmung und folgerichtige Abläufe tragen weiterhin zur guten Entwicklung der Kinder bei.

 

 

Kinderbeobachtung - Kinderkonferenz

Um die Fortschritte der Kinder zu dokumentieren, gibt es in unserer Einrichtung für jedes Kind ein Heft, in dem in regelmäßigen Abständen die Fähigkeiten der Kinder festgehalten werden wie z. B. neue Worte, die es äußert, die Geschicklichkeit in der Fein- und Grobmotorik - was hat es dazugelernt - , wie sich sein Spielverhalten ändert, wie ist die soziale Kompetenz, was hat es an diesem Tag besonderes getan usw. Anhand eines Entwicklungsbogens wird überprüft, ob die Entwicklung des Kindes altersgerecht ist. Einmal wöchentlich findet eine Kinderkonferenz statt. Hier besprechen die Pädagoginnen gemeinsam ein Kind. Ist es notwendig, werden die Eltern und eventuell die Kindergartenärztin dazu eingeladen. Falls erforderlich, werden therapeutische Maßnahmen eingeleitet.

 

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